Michael Bram Pfleghar ist ein in Norwegen tätiger Regisseur und Filmschaffender, der 1982 geboren wurde. Er ist der gemeinsame Sohn der norwegischen Sängerin Wenche Myhre – in Deutschland meist als Wencke Myhre bekannt – und des deutschen Film- und Fernsehregisseurs Michael Pfleghar. Anders als sein Vater machte er seine berufliche Laufbahn vor allem hinter der Kamera in Norwegen. Dazu gehören Werbefilme, Fernsehproduktionen und Arbeiten innerhalb größerer Filmteams. Seine Ausbildung führte ihn 2004 an die New York Film Academy in Los Angeles; später arbeitete er unter anderem für Small Film, Rollo Tomasi und Wemake.
Michael Bram Pfleghar im Überblick
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Michael Bram Pfleghar |
| Geburtsjahr | 1982 |
| Beruf | Regisseur und Filmschaffender |
| Mutter | Wenche Myhre, norwegische Sängerin und Schauspielerin |
| Vater | Michael Pfleghar, deutscher Film- und Fernsehregisseur |
| Ausbildung | Zwölfwöchiger Abendkurs für Filmemacher an der New York Film Academy, 2004 |
| Arbeitsfeld | Werbung, Fernsehen und Filmproduktion |
| Bekannte TV-Arbeit | Regie bei „Maks Gass“, produziert von NRK |
Wer ist Michael Bram Pfleghar?
Der zusätzliche Vorname Bram ist bei diesem Namen besonders hilfreich. Michael Bram Pfleghar darf nicht mit seinem Vater Michael Pfleghar verwechselt werden, der 1933 in Stuttgart geboren wurde und zu den bekannten Regisseuren der deutschen Fernsehunterhaltung gehörte. Der ältere Pfleghar inszenierte unter anderem „Wünsch Dir was“ und „Klimbim“ und arbeitete mit internationalen Künstlern wie Frank Sinatra, Jerry Lewis, Sophia Loren und Raquel Welch. Er starb 1991.
Michael Bram ist dagegen die jüngere Generation der Familie. Dagbladet nennt ihn ausdrücklich als gemeinsamen Sohn von Wenche Myhre und Michael Pfleghar und gibt sein Geburtsjahr mit 1982 an. Auch der Bayerische Rundfunk bezeichnete ihn in einer Ankündigung zu einem Filmporträt seines Vaters als „Michael Pfleghar junior“. Darin sprach er über seinen Vater und das damalige Familienleben in Norwegen.
Seine Mutter Wenche Myhre gehört seit den 1960er-Jahren zu den erfolgreichsten norwegischen Unterhaltungskünstlerinnen mit internationaler Karriere. Store norske leksikon beschreibt sie als Sängerin und Schauspielerin, die besonders in Norwegen und den deutschsprachigen Ländern großen Erfolg hatte. Myhre und der ältere Michael Pfleghar heirateten 1981; die Ehe endete 1990.
Kindheit und frühes Interesse am Filmemachen
Trotz zweier prominenter Eltern beschrieb Michael Pfleghar junior seine Kindheit später als erstaunlich gewöhnlich. In einem VG-Interview aus Hollywood sagte der damals 22-Jährige, er habe keine „Jetset“-Kindheit erlebt. Die Familie habe das Berufsleben seiner Mutter als normalen Teil des Alltags betrachtet.
Das Interesse am Filmemachen entwickelte sich früh. In einem 2011 veröffentlichten Interview der New York Film Academy erzählte Pfleghar, dass er bereits im Kindesalter Regisseur werden wollte. Bevor er eine Filmschule besuchte, hatte er in Norwegen bereits praktische Erfahrung als Beleuchter gesammelt.
„I wanted to direct since I was very young, probably 8 years old“, sagte Pfleghar im Interview mit der New York Film Academy.
Kreativt Forum beschrieb 2024 ebenfalls einen sehr frühen Zugang zur Kamera: Als Kind habe er kleine Actionfilme gedreht. Diese spielerischen Experimente entwickelten sich später zu einer professionellen Laufbahn, bei der technische Erfahrung und Regiearbeit eng zusammenkamen.
Ausbildung an der New York Film Academy
2004 ging Michael Pfleghar nach Los Angeles und belegte an der New York Film Academy (NYFA) einen zwölfwöchigen Abendkurs für Filmemacher. Die Akademie bestätigt sowohl das Jahr als auch die Dauer des Programms.
Sein Abschlussprojekt trug den Titel „Fastfinger“. Pfleghar beschrieb den auf 16-mm-Film gedrehten Kurzfilm als stummen Western mit einer ungewöhnlichen Idee: Statt mit Pistolen treten die Figuren mit Mobiltelefonen gegeneinander an. Nach seiner Rückkehr nach Norwegen nutzte er den Film auch, um Produzenten seine Arbeit zu zeigen.
Sein beruflicher Einstieg in die Regie verlief schrittweise. Zunächst entstanden interne Unternehmensfilme, danach Web-Werbung und schließlich Fernsehwerbung. 2011 erklärte Pfleghar gegenüber der NYFA, inzwischen für eine norwegische Produktionsfirma regelmäßig ein bis zwei Filme pro Monat zu drehen.
Karriere in Norwegen
Bereits vor seinem Aufenthalt in Los Angeles hatte Pfleghar Erfahrung in der norwegischen Medienbranche gesammelt. Kreativt Forum schrieb 2009, er habe früh bei NRK und später bei TV3, TVNorge und TV2 gearbeitet. Zu seinen Tätigkeiten gehörte Regieassistenz bei Unterhaltungssendungen; anschließend sammelte er weitere Erfahrung als Produktionsleiter, Beleuchter und Regisseur.
Im Sommer 2009 wechselte er als Regisseur zu Small Film. Das war ein wichtiger Schritt in Richtung einer dauerhaften Werbefilmkarriere. 2014 folgte der Wechsel zu Rollo Tomasi. Das Branchenmedium Kreativt Forum beschrieb ihn zu diesem Zeitpunkt als erfahrenen Werberegisseur mit besonderem Interesse an Humor, Action und Abenteuer.
Wichtige berufliche Stationen
| Jahr | Station |
| 2004 | Filmkurs an der New York Film Academy in Los Angeles |
| 2009 | Beginn als Regisseur bei Small Film |
| 2011 | Regelmäßige Regiearbeit für Web- und TV-Werbefilme in Norwegen |
| 2014 | Wechsel zu Rollo Tomasi |
| 2020er | Regie für die NRK-Produktion „Maks Gass“ |
| 2024 | Wechsel beziehungsweise Zusammenarbeit als Regisseur mit Wemake |
| 2024 | Regie bei vier Filmen für Optimera, produziert mit Wemake und Suburbia |
„Maks Gass“ und Arbeiten für größere Produktionen
Ein klar dokumentierter Fernsehcredit ist die Regie bei „Maks Gass“. Das norwegische Produktions- und Postproduktionsunternehmen Hocus Focus führt Michael Pfleghar als Regisseur und NRK als Produktionsfirma der Sendung.
Parallel zur klassischen Regiearbeit sammelte Pfleghar Erfahrung innerhalb größerer Filmproduktionen. Kreativt Forum beschrieb ihn Anfang 2024 als Filmemacher, der einige Jahre als Second-Unit-Regisseur an großen Spielfilmen gearbeitet hatte. Solche Einheiten drehen zusätzliche Szenen parallel zur Hauptproduktion und sind insbesondere bei umfangreichen oder technisch anspruchsvollen Drehs üblich. Das Branchenmedium erwähnte außerdem Arbeiten für Produktionen von NRK und Netflix.
Diese Kombination erklärt sein breites berufliches Profil: Pfleghar bewegt sich zwischen eigenverantwortlicher Regie für Werbung und Fernsehen sowie Funktionen innerhalb umfangreicher Filmteams.
Rückkehr zur Werbefilmregie mit Wemake
Im Januar 2024 meldete Kreativt Forum, dass Michael Pfleghar als Regisseur mit dem norwegischen Produktionsunternehmen Wemake arbeitete. Produzent Eivind Sæther hob dabei Pfleghars Erfahrung mit verschiedenen Bereichen einer Werbefilmproduktion sowie seinen Umgang mit Schauspielern hervor. Als charakteristisch für seine Arbeit wurden Action, Humor, prominente Darsteller und aufwendig inszenierte Food-Aufnahmen genannt.
Zu den dokumentierten Arbeiten dieser Phase gehörte ein Profilfilm für Den Norske Krigsforsikring for Skib (DNK). Das Projekt griff historische Ereignisse auf und erzählte die Geschichte des Versicherers aus der Perspektive der Sicherheit norwegischer Seeleute.
Im Juli 2024 wurde außerdem Pfleghars Regie bei vier Filmen für Optimera dokumentiert. Die Produktionen entstanden in Zusammenarbeit von Suburbia und Wemake und beschäftigten sich mit Themen wie Logistik, Produktion, Digitalisierung und effizienterem Bauen.
Michael Pfleghar Productions
Auch der Firmenname Michael Pfleghar Productions ist im norwegischen Unternehmensregister eingetragen. Das Brønnøysund Register Centre führt den Betrieb als Einzelunternehmen mit Sitz in der Kommune Asker. Die registrierte Branchenklassifikation umfasst die Produktion von Filmen, Videos und Fernsehprogrammen.
Der Registereintrag passt damit zu Pfleghars langjährigem beruflichem Schwerpunkt: Produktion und Regie für Bewegtbild statt einer Karriere vor der Kamera.
Das filmische Erbe seines Vaters
Der gemeinsame Name verbindet zwei unterschiedliche Regiekarrieren. Michael Pfleghar senior prägte vor allem das deutsche Unterhaltungsfernsehen der 1960er-, 1970er- und 1980er-Jahre. Sein Sohn entwickelte seine Karriere dagegen überwiegend innerhalb der norwegischen Produktionslandschaft und begann praktisch orientiert mit Lichtarbeit, Produktionsaufgaben und Werbefilmen.
2008 beteiligte sich Michael Pfleghar junior an einem Fernsehporträt über seinen Vater. Der Bayerische Rundfunk kündigte ihn dabei ausdrücklich als Gesprächspartner an, der Erinnerungen an das Familienleben in Norwegen beisteuerte. Das zeigt zugleich, dass sein Verhältnis zum bekannten Namen nicht nur biografischer Hintergrund ist, sondern auch Teil der dokumentierten Mediengeschichte der Familie.
Häufig gestellte Fragen zu Michael Bram Pfleghar
Wer ist Michael Bram Pfleghar?
Michael Bram Pfleghar ist ein 1982 geborener, in Norwegen tätiger Regisseur und Filmschaffender. Seine Arbeit umfasst Werbung, Fernsehen sowie Tätigkeiten innerhalb größerer Filmproduktionen.
Ist Michael Bram Pfleghar der Sohn von Wencke Myhre?
Ja. Wenche Myhre und der deutsche Regisseur Michael Pfleghar sind seine Eltern. Dagbladet nennt ihren gemeinsamen Sohn ausdrücklich Michael Bram.
Ist Michael Bram Pfleghar mit dem „Klimbim“-Regisseur Michael Pfleghar identisch?
Nein. Der „Klimbim“-Regisseur Michael Pfleghar wurde 1933 geboren und starb 1991. Michael Bram Pfleghar ist dessen 1982 geborener Sohn.
Welche Ausbildung hat Michael Pfleghar?
Er absolvierte 2004 einen zwölfwöchigen Abendkurs für Filmemacher an der New York Film Academy in Los Angeles. Sein Abschlussfilm hieß „Fastfinger“.
Bei welcher TV-Produktion führte Michael Pfleghar Regie?
Hocus Focus führt ihn als Regisseur von „Maks Gass“, einer Produktion von NRK.
Was macht Michael Bram Pfleghar beruflich?
Sein dokumentierter Schwerpunkt liegt auf Film- und Werberegie. 2024 wurde seine Zusammenarbeit mit Wemake bekannt; im selben Jahr führte er unter anderem bei einer Filmreihe für Optimera Regie.
Fazit
Michael Bram Pfleghar hat sich beruflich in derselben Branche wie sein Vater etabliert, aber auf einem eigenen Weg. Nach praktischer Arbeit in norwegischen Film- und Fernsehteams sowie einer Ausbildung an der New York Film Academy entwickelte er sich zum Regisseur für Werbung und Fernsehen und arbeitete zugleich an größeren Filmproduktionen. Seine Karriere ist damit weniger eine Fortsetzung der deutschen TV-Laufbahn seines Vaters als eine eigenständige Laufbahn innerhalb der norwegischen Film- und Werbebranche.
Quellen
- New York Film Academy – „New York Film Academy Graduate Michael Pfleghar Directing Commercials in Norway“, 5. April 2011
https://www.nyfa.edu/film-school-blog/new-york-film-academy-graduate-michael-pfleghar-directing-commercials-in-norway/ - Kreativt Forum – „Michael Pfleghar blir regissør i Wemake“, 11. Januar 2024
https://www.kreativtforum.no/artikler/nyheter/michael-pfleghar-blir-regissor-i-wemake - Kreativt Forum – „Regissør til Small Film“, 22. September 2009
https://www.kreativtforum.no/artikler/overganger/regissor-til-small-film-2009-9 - Dagbladet – „Kom for seint i eks-mannens begravelse“, 26. Oktober 2012; zuletzt aktualisiert 21. Oktober 2016
https://www.dagbladet.no/kultur/kom-for-seint-i-eks-mannens-begravelse/63008169 - Bayerischer Rundfunk / Presseportal – „KÖPFE IN BAYERN: Michael Pfleghar – Ein Leben für die Show“, 18. Februar 2008
https://www.presseportal.de/pm/7560/1137810 - Brønnøysund Register Centre – „MICHAEL PFLEGHAR PRODUCTIONS“
https://virksomhet.brreg.no/en/oppslag/enheter/989761153 - Hocus Focus AS – „Maks Gass“
https://hocusfocus.no/arbeid/maks-gass/
